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UND AUSSERDEM:

 

Erfahrungsaustausch zwischen Produktionsleitern zweier Unternehmen vor Ort in einem Werk

Themen: Arbeitsorganisation; Veränderungsprozesse; demographische Entwicklung

 

Organisiert von Holzhauser & Partner trafen zwei Produktionsleiter eines führenden Unternehmens der Dentaltechnik über anderthalb Tage das Team eines Produktionsleiters und die interne Change Beraterin eines Automobilwerks.

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Exchange of experience between directors of operations of two companies on location in a factory    

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Echange d’expériences entre les directeurs de production. Le « leader mondial » et la « Meilleure usine de l’année » se rencontrent.

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Erfahrungsaustausch zwischen Produktionsleitern zweier Unternehmen vor Ort in einem Werk

Themen: Arbeitsorganisation; Veränderungsprozesse; demographische Entwicklung und Gesundheit

Organisiert von Holzhauser & Partner trafen Ende August 2013 zwei Produktionsleiter eines führenden Unternehmens der Dentaltechnik über anderthalb Tage das Team eines Produktionsleiters und die interne Change Beraterin eines Automobilwerks. In beiden Unternehmen besteht seit langem die Bereitschaft, das eigene Tun zu reflektieren und sich der Kritik anderer auszusetzen.

 

Die Idee war: da beide Unternehmen nicht miteinander konkurrieren und auf beiden Seiten sehr offene, innovationsorientierte und praxiserfahrene Personen erfolgreich arbeiten, könnten sie von ihren Ansätzen, Erfahrungen und Zukunftsprojekten profitieren. Zeitweise wurde der Austausch moderiert durch den Berater von Holzhauser & Partner und der internen Change-Beraterin.

 

Abgesprochen waren die Themen:

  • Wie gestalten Sie Veränderungsprozesse? Wer wird wie eingebunden: Mitarbeiter, Vorgesetzte, Betriebsrat?
  • Wie verändert sich die Arbeitszeitgestaltung? Und wie wird diese verhandelt und vereinbart?
  • Wie verändern sich die Organisationsstrukturen – wie wird die Kommunikation dazu geführt?
  • Wie wird die fachliche und die Sozialkompetenz der Mitarbeiter gestärkt?
  • Wie hat sich Teamarbeit weiterentwickelt? Wie werden Rollen und Verantwortungen verändert? Was wird gesetzt? Wie haben sich Funktionen wie Teamsprecher, Vorarbeiter, Gruppenleiter, Meister, Werkleiter etc. in den letzten Jahren entwickelt?
  • Welche Fragen der Qualität, der Prozessexzellenz, der Transparenz und der Führung stellen sich?
  • Welche Reaktion gibt es auf die demographische Entwicklung – wie ist das Gesundheitsmanagement?
  • Wo sind die Produktionsleiter autonom und welches sind die Grenzen ihrer Handlungsspielräume?

 

 

  • Was erleben wir als ähnlich an beiden Standorten? Was anders? Was können wir daraus lernen?

 

Die Gespräche fanden teils in einem Sitzungsraum, teils direkt im Werk statt. Sehr schnell stellte sich ein Klima der großen Neugier und der gegenseitigen Wertschätzung ein. Viele Fragen: warum? Wie seid Ihr zu dieser Lösung gekommen? Was ist Euer nächster Schritt? ....

 

Die Besucherseite war besonders fasziniert von folgenden Punkten:

 

  • Noch vor wenigen Jahren sollte das Werk wegen schlechter Qualität geschlossen werden und heute ist es ein positives Beispiel im Unternehmen
  • Der konkreten Kundenorientierung des bayerischen Unternehmens
  • Der Fähigkeit des Werkes, sich der internationalen Konkurrenz zu stellen – gerade weil die Interessen und Bedürfnisse der Mitarbeiter ernst genommen werden und viel Geld in Maßnahmen der Gesundheitsprävention und Ergonomie gesteckt wird;
    von der geringen Quote des Krankheitsstandes: 2,4 % im Jahre 2012
  • Der offenen und effizienten Kommunikation, die auch dazu beiträgt, eine kontinuierliche Prozessoptimierung und Weiterentwicklung der Arbeitsorganisation zu leisten: „Kommunikation ist unsere Antwort auf die wachsende Komplexität“
  • Den hochdifferenzierten Funktionen wie Meister, Vorarbeiter etc., deren Ineinandergreifen und der sorgfältigen Personalentwicklung
  • Der Einbeziehung aller Mitarbeiter an der Entwicklung des Unternehmens und Transparenz der Prozesse und Entscheidungen: wenn Vorstandsmitglieder in die Fabrik kommen, präsentieren die Werker die technischen Entwicklungen und die Arbeitsorganisation
  • Der Wettbewerbsfähigkeit auch durch ständige Innovation und durch Kostenbewußtsein
  • Der transparenten Führung und der Wertschätzung der Mitarbeiter in der Produktion: es herrscht ein freundlicher Umgangston quer durch alle Hierarchiestufen
  • Dem Vorgriff auf die zukünftige demographische Entwicklung durch langfristige Projekte
  • Der klaren Verantwortung der Leitung des Werkes ohne große Zuhilfenahme der klassischen großen Unternehmensberatungen – allerdings werden viele Reisen zu anderen Unternehmen durchgeführt und zwar für alle Hierarchieebenen. Und es wird viel Zeit investiert für Reflektionsschleifen.
  • Wie die Werkleitung unterschiedliche, teilweise sich widersprechende Herausforderungen integriert und weiterentwickelt: Null-Fehler-Fabrik + 100% Versorgungssicherheit + Kostenbewusstsein + Nachhaltigkeit bei Produktion und Prozessen + Innovationen mit hohem Kundennutzen
  • Der Industriepark Charakter des Unternehmensstandortes

 

Insgesamt fiel den Besuchern auf, dass das Motto „der Mensch steht im Mittelpunkt“ offensichtlich keine Leerformel ist, sondern mit Herz und Verstand ernst genommen wird.

 

 

Alle Beteiligten hatten durch die Begegnung viel Stoff weiterzudenken und waren mit der Frage beschäftigt: „was bedeutet das Erfahrene und konkret Erlebte für uns, für mich?“. Sie sind überzeugt, dass ein solcher Erfahrungsaustausch vor Ort eine sehr konzentrierte und effektive Form des Lernens darstellt.

 

Ein Gegenbesuch ist für November 2013 geplant, in der Zwischenzeit wird der Austausch weitergehen.

 

 

 Copyright Holzhauser & Partner, Pfinztal 5.9.2013

 

 

Version in französischer Sprache: alle Produktionsleiter haben ein Ingenieurstudium absolviert, begonnen hatten sie ihre Berufslaufbahn mit einer Lehre – der Leiter des Werkes in Bayern (2012: Preis als „Deutschlands beste Fabrik“!) mit einer Schreinerlehre, einer der anderen beiden Werkleiter als Werkzeugmacher, der andere als Maschinenschlosser. Unvorstellbar in Frankreich, dass eine solche berufliche Biographie (vorläufig!) endet als Werksleiter!

 


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